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Aus aktuellem Anlass

Aus aktuellem Anlass

Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Reform der Berufeanerkennungsrichtlinie wird in den Europäischen Parlamentsausschüssen diskutiert

Die Sommerpause ist im EU-Parlament beendet.

Die drei beteiligten Ausschüsse haben ihre Berichte zu den Vorschlägen der EU-Kommission zur Berufeanerkennungsrichtlinie 2005/36/EU abgegeben. Es beginnen nun die Beratungen innerhalb und auch zwischen den Ausschüssen für eine endgültige Berichterstattung.

Die Abstimmung für den Entwurf einer Richtline unter der Präsidentschaft von Irland wird zu Beginn des Jahres 2013 erwartet.
Der federführende Ausschuss Binnenmarkt, Frau Vergnaud / Frankreich unterstützt größtenteils die Vorschläge der EU-Kommission und hebt die Hebammen besonders hervor. Die Hebammenausbildung soll laut ihrem Vorschlag eine Dauer von 3 Jahren mit einem Umfang von 5000 Stunden (Theorie und Praxis), welche in ECTS ausgewiesen werden sollen, haben.
Frau Ronzilli / Italien, Berichterstatterin für den Ausschuss Arbeit und Soziales unterstützt die Vorschläge der Kommission auch weitgehend.
Frau Dr. Anja Weisgerber, Deutschland CDU/CSU für den Ausschuss Umwelt und Gesundheit hat sich explizit gegen den Vorschlag der EU-Kommission hinsichtlich der Zugangsvoraussetzungen für die Hebammenausbildung ausgesprochen. Ein heikles Thema. Die Kommission schlägt 12 Jahre allgemeine Schulbildung vor, Frau Dr. Weisgeber vertritt vehement 10 Jahre.
Alle drei Berichte sind auf der Homepage / Bildungspolitik eingestellt.
Wir gehen optimistisch in die nächste Beratungsrunde. Die enge Abstimmung bei NEMIR, Ute Lange vertritt uns in diesem Gremium, stärkt uns in unserem Vorhaben, die Zugangsvoraussetzungen für die Hebammenausbildung auf 12 Jahre allgemeiner Schulbildung mit möglichen Äquivalenten in der Richtlinie zu erreichen.

Claudia Dachs
Beirätin für den Bildungsbereich im DHV

Zuletzt geändert am 04.03.2022