Der DHV hat eine neue Präsidentin: Annika Wanierke
Vision der Präsidentin
“Es ist mein Anliegen, die tiefgreifenden Veränderungen, die im Gesundheitswesen anstehen, insbesondere auch im Hebammenwesen, mit fachlicher Kompetenz und politischem Gespür zu begleiten. Dabei bleiben der Mensch, die Frauen und Familien in ihrer Vielfalt immer im Mittelpunkt. Toleranz, Menschenwürde und ein respektvolles und inklusives Miteinander sind Werte, die meine Arbeit aber auch den Hebammenverband insgesamt prägen und leiten.“

Vita der Präsidentin
Annika Wanierke, Jahrgang 1973, hat 1995 ihr Hebammenexamen an der Medizinischen Fachschule Erfurt abgelegt. Von 1995 bis 2017 war sie, mit drei Unterbrechungen aufgrund von Erziehungszeiten, als angestellte Hebamme in Kreißsälen der Versorgungsstufen Level 1 und Level 4 tätig. Parallel dazu arbeitete sie seit 1997 freiberuflich, ab 2002 in eigener Praxis. Diese selbstständige Tätigkeit führte sie bis 2022 fort.
Von 2017 bis 2024 war sie Vorsitzende des Hebammenlandesverbandes Thüringen. Hier sammelte sie berufspolitische Erfahrungen und vertrat die Interessen des Berufsstandes. Durch ein berufsbegleitendes Studium der Hebammenkunde hat sie ihren praxisbasierten Erfahrungsschatz um die wissenschaftliche Perspektive auf Frauengesundheit erweitert. Das frauen- und gesundheitspolitische Engagement spiegeln auch die Mitarbeit im Landespflegerat Thüringen e. V., als stellvertretende Vorsitzende und als Beisitzerin beim Landesfrauenrat Thüringen e.V. wider.
Wanierke hat vier erwachsene Kinder und zwei Enkelkinder. Sie lebt mit ihrem Mann in Erfurt.
Ulrike Geppert-Orthofer
Auf ein Wort mit der scheidenden Präsidentin.

“Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Politik und Gesellschaft den Wert der Hebammen stärker wahrnehmen. So viel Potenzial von Hebammen ist ungenutzt, weil nicht erkannt wird, dass wir zwar für gesunde Frauen tätig sind, jedoch in einem System, das auf kranke Menschen ausgerichtet ist. Das wird weder den Frauen gerecht, noch kommt der präventive und gesundheitsfördernde Charakter der Hebammenarbeit voll zum Tragen. Meiner Nachfolgerin wünsche ich für diese herausfordernde, wichtige Aufgabe alles Gute!“
Hello – Goodbye
Ein besonderer Abend für einen besonderen Wechsel an der Spitze des DHVs!
Gemeinsam mit Ihnen, als Vertreter*innen aus Politik, Medien und verbündeten Organisationen verabschiedeten wir am 4. März 2026 offiziell Ulrike Geppert-Orthofer, die sich acht Jahre lang mit viel Leidenschaft als Präsidentin für den Hebammenberuf einsetzte. Nach einer kurzen, aber gewohnt humorvollen Abschiedsrede, wurde Annika Wanierke als neue DHV-Präsidentin vorgestellt.
Die Veranstaltung war auch ein besonderer Rahmen, um in den gemeinsamen Austausch zu gehen. Wir danken allen Gäst*innen und dem Improtheater, für diesen würdigen Abend.
Impressionen vom Abend
Wenn Sie die Bilder nutzen wollen, dann mit (c) Hans Christian Plambeck
Der Deutsche Hebammenverband – ein verlässlicher Partner
Rund 80 Prozent aller bundesweit aktiven Hebammen organisieren sich im Deutschen Hebammenverband. Damit ist der DHV der größte Hebammenberufsverband in Deutschland, der die Interessen aller Hebammen vertritt. In ihm sind angestellte und freiberufliche Hebammen, Lehrer*innen für Hebammenwesen, Hebammenwissenschaftler*innen, Hebammen in den Frühen Hilfen, hebammengeleitete Einrichtungen sowie Hebammenschüler*innen und Studierende vertreten. Mit dieser Expertise tragen alle Vertretenden auch der gesundheitspolitischen Diskussion bei. Entschieden stehen wir gemeinsam für eine sichere, flächendeckende und qualitativ hochwertige Geburtshilfe in Deutschland.
Über die Organisation eines breit gefächerten Serviceangebots für Mitglieder sowie der beruflichen Interessenvertretung hinaus ist die gute medizinische und soziale Betreuung der Frauen und ihrer Kinder vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit das zentrale Anliegen des Deutschen Hebammenverbandes.
Als Mitglied in der European Midwives Association (EMA), im Network of European Midwifery Regulators (NEMIR) und in der International Confederation of Midwives (ICM) setzt sich der Verband auch auf europäischer und internationaler Ebene für die Stärkung der Hebammenarbeit sowie die Gesundheit von Frauen und ihren Familien ein.
Der Deutsche Hebammenverband als Dachverband von 16 Hebammenlandesverbänden vertritt gemeinsam die Interessen der Hebammen gegenüber der Politik, der Wirtschaft und den Krankenkassen.















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