Aufgrund der hohen Qualität freiberuflicher Hebammenarbeit konnte der Deutsche Hebammenverband (DHV) beim neuen Haftpflichtversicherungsvertrag gleich zwei positive Ergebnisse für seine Mitglieder erzielen. Erstmals sinken mit der neuen Versicherungsperiode ab Juli 2027 die Prämien für Hebammen mit Geburtshilfe – um 3,6 Prozent. Gleichzeitig ist es dem DHV gemeinsam mit seinem langjährigen Versicherungsmakler hevianna Versicherungsdienst GmbH gelungen, dass die sogenannte Deckungssumme von 12,5 Millionen Euro auf 15 Millionen Euro steigt. Dies sichert Hebammen im Schadensfall noch besser ab.
„Wir sehen in dem neuen Vertrag ein positives Signal, dass unser Qualitätsmanagement immer besser belegt, wie hochwertig und sicher Hebammenarbeit umgesetzt wird. Ohne diese nachgewiesene Qualität hätten die Versicherungsgeber diese Bedingungen nicht angeboten. Diese Anerkennung stimmt uns sehr optimistisch”, sagt Annika Wanierke, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes.
Für alle Hebammen bietet der neue Vertrag ab 1. Juli 2027 mit Laufzeit bis 31. Dezember 2031 langfristig gute Rahmenbedingungen für eine sichere Berufsausübung und Planungssicherheit. Es ist ein wichtiges Signal für den Berufsstand, der nach den Entwicklungen der letzten Monate vor herausfordernden Arbeitsbedingungen steht.
„Wir sehen dies als Bestätigung, dass das starke Engagement von Hebammen in den Bereichen Risikomanagement, Fallbesprechungen und Simulationstrainings Früchte trägt. Laut einer Untersuchung des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GDV) gibt es nachweislich weniger der sehr kostenintensiven Schadensfälle. So konnte es gelingen, die führenden Versicherer nicht nur zu einer Fortführung, sondern zu einer Verbesserung des Vertrags zu bewegen”, so Wanierke weiter.
Für alle Hebammen, ob mit oder ohne Geburtshilfe, und Geburtshäuser bleiben die Prämien bis 1. Januar 2029 konstant, die Deckungssumme für schwere Personenschäden steigt für alle.
Gleichzeitig setzt sich der DHV weiter dafür ein, dass für den Versicherungsschutz in der Geburtshilfe langfristig andere, neue Modelle gefunden werden. Die Anerkennung der hochwertigen Arbeit, die Hebammen im Fall der Haftpflichtversicherung erfahren haben, muss sich auch in politischen Entscheidungen niederschlagen.
Weitere Informationen zu den vom DHV geforderten Maßnahmen:
DHV-Positionspapier Haftpflichtversicherung für Hebammen (PDF) (Stand 2023)
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