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Sondernewsletter Corona-Update, 09.09.2021

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe werdende Hebammen,

###USER_eigene_anrede###,

wir möchten Sie wieder über einige Neuerungen und Veränderungen in der derzeitigen Corona-Situation auf dem Laufenden halten und Sie mit aktuellen Informationen und Arbeitshilfen für Ihre Berufspraxis versorgen. Wir bedanken uns herzlich für Ihren unermüdlichen Einsatz in dieser herausfordernden Zeit und wünschen Ihnen weiterhin viel Kraft und alles Gute!

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund, Ihr DHV-Krisenstab


 

Neuer SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard der BGW

Die BGW hat den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard erneuert. Wir freuen uns, dass die für uns so schwierige 10m²-Regel nicht mehr vorhanden ist. Der Arbeitsschutzstandard der BGW macht auch keinen Unterschied mehr zwischen Hebammen- und anderen therapeutischen Praxen. Er gilt dem entsprechend für alle therapeutischen Praxen für Physiotherapie, Ergotherapie, Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie, Podologie, Hebammenkunde sowie verwandte Berufsgruppen. Zu dem Standard gelangen Sie hier.


Neues zur Impf- und Testpflicht

Die DHV-Rechtsstelle hat aktuelle Informationen für Sie zusammengefasst:

  1. Sofern keine Impfpflicht besteht, muss weder eigeninitiativ über den Impfstatus informiert werden, noch jemandem auf Nachfrage Auskunft gegeben werden. Nach der neuen ArbeitsschutzVO kann man bei unbekanntem Impfstatus aber als Arbeitnehmer*in wie "ungeimpft" behandelt werden. 
  2. Da weiterhin alle anderen Infektionsschutzmaßnahmen eingehalten werden müssen, kann aufgrund mangelnden Impfstatus kein alleiniger Haftungsgrund erkannt werden. 
  3. Für ungeimpfte Hebammen ist nicht in allen Ländern ein tagesaktueller Test vorgeschrieben. Unabhängig davon können hausinterne Regelungen diesen jedoch fordern.
     

Eine vollständige Impfung ist kein Freifahrtschein für Präsenzkurse!

Der DHV geht davon aus, dass mittlerweile allen Hebammen ein Impfangebot gemacht worden ist und viele ihre Zweitimpfung erhalten haben. Für diese Kolleg*innen gelten dann die erleichternden Regeln der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung

Nach wie vor müssen aber vollständig geimpfte Personen und damit auch Hebammen alle Regeln des Infektionsschutzes einhalten (AHA-L-Regeln). Die Bundesländer können jedoch an den Stellen weitere Ausnahmen für vollständig geimpfte, genesene und getestete Personen einführen, wo sie selbst noch Regelungsbefugnisse für Gebote und Verbote haben. Daher sollte die Hebamme sich über die aktuellste Corona-Schutzverordnung und alle anderen rechtlichen Regelungen in ihrem Bundesland informieren und im Zweifel bei ihrer vor Ort zuständigen Behörde nachfragen, ob sie als vollständig Geimpfte auch in ihrer beruflichen Tätigkeit Lockerungen anwenden darf.
Neben der Corona-Schutzverordnung bleibt die Arbeitsschutzverordnung ebenfalls bestehen.
Unter Hebammen wird bereits diskutiert, ob die Einschränkungen für Präsenzkurse für vollständig geimpfte Hebammen (oder auch Kursteilnehmer*innen) entfallen könnten.
Davor möchten wir dringend warnen! Einerseits können solche Einschränkungen nur durch die zuständige Behörde und auf dem rechtlichen Boden der Corona-Schutzverordnungen von Bund und Land aufgehoben werden, andererseits ist das Risiko, dass auch vollständig geimpfte Personen das Corona-Virus in sich tragen und weitergeben können, nicht vollständig auszuschließen. In seinen FAQs vom 27.08.2021 weist das RKI erneut darauf hin: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/FAQ_Transmission.html

Das Ergebnis: Die vollständige Impfung scheint sowohl die Viruslast als auch das Risiko, die Infektion weiterzugeben, zu verringern, also nicht zu 100 Prozent auszuschließen.
Daher ist zu beachten, dass weiterhin für Hebammen, auch als vollständig Geimpfte, weiterhin sämtliche Regeln des Infektionsschutzes gelten, um die Verbreitung des Virus zu vermeiden.
 

Update Corona-Schutzverordnung

Mit jeder Veränderung in der Corona-Schutzverordnung oder auch in der Testverordnung entstehen neue Fragen. Daher heute ein kleines Update für Sie:

Infektionsschutzmaßnahmen: Sämtliche Infektionsschutzmaßnahmen (Abstand, Maskenpflicht usw.) sind nach wie vor einzuhalten! (siehe Hygienekonzept des DHV).
Unabhängig von Impfstatus oder Testergebnis müssen alle Infektionsschutzmaßnahmen - bei Hebamme, betreuter Frau sowie deren Begleitung - weiterhin beachtet werden.

Wo können sich Hebammen informieren? Die Corona-Schutzverordnung sieht vor, dass sich Hebammen nach den Empfehlungen des RKI richten sollen.

Kurse: Wie und unter welchen Bedingungen (2G? 3G? Testpflicht für Hebammen und Frauen etc.) Kurse in Präsenz mit voller Teilnehmer*innenzahl wieder stattfinden können, ist weiterhin bundesweit nicht einheitlich geregelt. Die bestehenden Länderregelungen zur Arbeit von Hebammen müssen nach wie vor beachtet werden und sind wie bisher bei der aufsichtführende Behörde vor Ort zu erfragen.

Digitale Angebote: Online-Angebote sind weiter möglich und abrechnungsfähig, da die pandemische Lage verlängert wurde und die Sondervereinbarungen mindestens bis Jahresende ihre Geltung behalten.
Bitte schauen Sie regelmäßig auf unsere Corona-Website und verfolgen Sie Aktualisierungen auf der Website des Robert-Koch-Instituts. Auch empfehlenswert ist die Installierung der STIKO-App.

Der DHV bemüht sich immer um möglichst schnelle Klärung all Ihrer Fragen. Die Entscheidungswege innerhalb des Gesundheitsministeriums oder der zuständigen Stellen sind dabei leider häufig langwierig und die Verordnungen nicht immer eindeutig. Darauf hat der DHV keinen Einfluss.
Nach wie vor gilt: Im Zweifel sollte die aufsichtführende Behörde vor Ort direkt gefragt werden!
 

Die Verbraucherzentrale informiert

Hebammen, die Apps zur Kontaktnachverfolgung nutzen möchten, können sich bei der Verbraucherzentrale über Unterschiede der "Corona-Warn-App" und "luca"-App informieren. Sie klärt u. a. über Anbieter, Funktionen und Bewegungsprofilen auf:
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/apps-und-software/was-luca-anders-macht-als-die-coronawarnapp-57918

 


Alle aktuellen Informationen finden Sie jederzeit unter www.hebammenverband.de/corona 

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Den Inhalt dieses Sondernewsletters stellt der Corona-Krisenstab des DHV zusammen: Barbara Blomeier (NRW) und Ann-Jule Wowretzko (Berlin) für die Landesverbände, Denize Krauspenhaar (Qualitätsmanagement), Karoline Fitz (beratende Hebamme), Anne Wagner (Referentin Kommunikation), Ursula Jahn-Zöhrens und Andrea Ramsell (Beirätinnen) sowie Ulrike Geppert-Orthofer (Präsidentin Deutscher Hebammenverband e. V.)

 
 
         
 

Impressum

Deutscher Hebammenverband e.V
Anschrift:
Gartenstraße 26
D-76133 Karlsruhe

V.i.S.d.P: Ulrike Geppert-Orthofer
Mail: info@hebammenverband.de

 

 

Telefon 0721 9 81 89-0
Fax 0721 9 81 89-20
E-Mail: info@hebammenverband.de
Internet: www.hebammenverband.de

Präsidentin: Ulrike Geppert-Orthofer
Vereinsregister: Amtsgericht Mannheim Nr. 102080
Umsatzsteuer-ID: DE 205828171

 
         


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