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Berufspolitik

Der Deutsche Hebammenverband mischt sich ein. Lesen Sie unsere Standpunkte und Stellungnahmen!

Ein Jahr Akademisierung der Hebammenausbildung

Deutscher Hebammenverband zieht positive Bilanz

Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin (im Bild links) und Yvonne Bovermann, DHV-Präsidiumsmitglied und Beirätin für den Bildungsbereich (im Bild rechts) © Deutscher Hebammenverband, Fotograf: Hans-Christian Plambeck

Die Attraktivität des Hebammenberufes hat zugenommen, die Bewerber*innenzahlen sind gestiegen, und Deutschland hält Schritt mit der EU – diese positive Bilanz zieht der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV) ein Jahr nach der Akademisierung der Hebammenausbildung. Der Verband fordert die Bundesländer auf, zeitnah ausreichend Hochschulplätze zu schaffen, um allen Interessierten die Möglichkeit zum Hebammenstudium zu gewährleisten und so die Versorgung der Frauen und Kinder durch Hebammen nachhaltig zu verbessern.

„Wir freuen uns sehr über den hohen Zuspruch, den die Akademisierung der Hebammenausbildung erfährt“, sagt Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „Über 20 Jahre haben wir uns dafür eingesetzt, dass Deutschland den internationalen Empfehlungen folgt und das Niveau der Ausbildung anhebt – es hat sich gelohnt!“ Nun gelte es, in allen Bundesländern schnell genügend Studienplätze zur Verfügung zu stellen. „Uns ist bewusst, dass dies während der Corona-Pandemie eine große Herausforderung darstellt. Die bestmögliche Betreuung von Frauen und Familien ist jedoch eine der großen Aufgaben unseres Gesundheitssystems und darf nicht vernachlässigt werden“, so Geppert-Orthofer.

Yvonne Bovermann, Präsidiumsmitglied im DHV und zuständig für den Bildungsbereich, fordert darüber hinaus Chancengleichheit für alle Hebammen unabhängig ihrer Berufsabschlüsse. Denn obwohl die Europäische Union den 18. Januar vergangenen Jahres als Stichtag für die Akademisierung der Hebammenausbildung festgelegt hat, bilden während einer Übergangszeit Fachschulen noch bis 2027 nach dem alten Recht aus. „Dies kann für die Kolleginnen und Kollegen eine Benachteiligung im beruflichen Werdegang bedeuten“, so Bovermann. „Deshalb schlagen wir hier eine Regelung vor, welche sie den Studentinnen und Studenten gleichstellt und ihnen einen Direktzugang zum Masterstudiengang erlaubt.“

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Kontakt und weitere Informationen:

Deutscher Hebammenverband e. V.
Pressestelle
Telefon: 030/3940 677 30
E-Mail: presse(at)hebammenverband.de

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Der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV) ist der größte Hebammenberufsverband in Deutschland und setzt sich aus 16 Landesverbänden mit über 20.000 Mitgliedern zusammen. Er vertritt die Interessen aller Hebammen. Im DHV sind angestellte und freiberufliche Hebammen, Lehrer*innen für Hebammenwesen, Hebammenwissenschaftler*innen, Hebammen in den Frühen Hilfen, hebammengeleitete Einrichtungen sowie Hebammenschüler*innen und Studierende vertreten. Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist eine gute medizinische und soziale Betreuung der Frauen und ihrer Kinder vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit ein zentrales Anliegen des Verbandes. Als Mitglied in der European Midwives Association (EMA), im Network of European Midwifery Regulators (NEMIR) und in der International Confederation of Midwives (ICM) setzt er sich auch auf europäischer und internationaler Ebene für die Stärkung der Hebammenarbeit sowie die Gesundheit von Frauen und ihren Familien ein.

Zuletzt geändert am 14.06.2021